Lasst uns die Brücke schlagen

... um das Erlernte begreifbar und begehbar zu machen

Einer der Kernpunkte im modernen Bildungswesen handelt vom Wissenstransfer zwischen den einzelnen unterrichteten Disziplinen.

Die meisten Maschinenbautechniker machen nach ihrer Ausbildung ihrer Berufsbezeichnung auch noch im wahrsten Sinne des Wortes alle Ehre – sie bauen Maschinen. Sie konstruieren und entwickeln. 

Das heißt, hier kommen die erlernten Fähigkeiten aus diversen Fachbereichen zusammen, die Technische Mechanik verhilft zu den Erkenntnissen was nun tatsächlich im einzelnen Bauteil an Kräften und Belastungen „geboten" ist, während die Berechnung von den Maschinenelementen Auskunft darüber erteilt, ob der Entwurf mit den ausgewählten Abmaßen was wiederrum essentiell für die Konstruktion der Teile ist, „hebt oder eben – wie der Augsburger sagt – ned hebt".

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Der gute Entwickler verliert selbstverständlich auch niemals die entstehenden Kosten aus den Augen und kennt sich daher mit den Abläufen aus der Fertigungstechnik aus, um seinen Entwurf entsprechend effektiv zu gestalten.

Ganz schön viel auf einmal? All das prasselt auf die Fachkräfte im ersten Jahr ihrer Ausbildung, natürlich in bester naturwissenschaftlicher und ingenieurs-technischer Manier auf unsere angehenden Techniker, die den Schritt aus der Werkstatt in ein Schulhaus gewagt haben, ein.

Also darf es auch mal etwas zum Begreifen, Ausprobieren und wieder Werkstattluft schnuppern sein.

Die Studierenden bauen eine Brücke für ein Siedlungsgebiet, was den Entwurf, die normgerechte Zeichnungs- und Modellerstellung der realen Brücke sowie des Modells, den Bau eines verkleinerten, maßstabsgetreuen Modells und selbstverständlich die Berechnung gemäß der Festigkeitslehre unter Berücksichtigung des gewählten Materials beinhaltet. Zu guter Letzt muss der Prozess ordnungsgemäß dokumentiert sein und das Modell wird einem Belastungstest unterzogen.

Danach haben sie nicht nur gesehen, was eine ordentliche Konstruktion eigentlich alles beinhaltet, die neu erlernten Werkzeuge der Festigkeitslehre mal praktisch angewandt, sich den Kopf über Fertigungstoleranzen und Kosten zerbrochen, das anfängliche Mammutprojekt in kleinen Schritten doch noch bewältigt, das CAD-System zwischendrin verteufelt und dennoch eine ganze Menge dabei gelernt, sondern auch mal beim Belastungstest gelacht und können irgendwie auch ganz schön stolz auf sich sein.


RDT Firmentreff 2018