Gute Bildung und sichere Arbeitsplätze sind die beste Sozialpolitik

Johannes Hintersberger, Landtagsabgeordneter, Augsburger Stadtrat und Staatssekretär a. D. besuchte am 20.09.2018 rund 140 angehende staatlich geprüfte Techniker des Rudolf-Diesel-Technikums aus sechs Fachrichtungen. Dass dort jedes Jahr hervorragend qualifizierte Fachkräfte für die Region Schwaben eine Fortbildung auf höchstem Niveau gerade in den Bereichen durchlaufen, in denen die Wirtschaft Hände ringend Mitarbeiter sucht, sei ein großer Glücksfall für Augsburg und die Region.

Gerade das Rudolf-Diesel-Technikum sei eine Top-Adresse und bürge durch seine sehr gute Ausstattung und den hochqualifizierten Lehrkräften aus der Praxis für eine exzellente Qualität. Daher beglückwünschte Herr Hintersberger die Studierenden zu ihrem Entschluss, ein Technikerstudium aufzunehmen. Sie sollten bei den bald anstehenden Bewerbungsgesprächen auch hervorheben, dass sie dafür bereit waren, Schulgebühren zu bezahlen, um diese hervorragende Ausbildung zu absolvieren.

Förderungen und Zuschüsse sind natürlich immer ein Thema, wenn es um die Bildung geht. Hierzu hatten die Techniker mehrere Fragen, Anregungen und Bitten, z.B. die Erhöhung des Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG), mit dem sie den Lebensunterhalt und die Studiengebühren finanzieren müssen.

Frau Schmid, Geschäftsführung der H-S-A, informierte darüber, dass in Bayern die Zuschüsse für das berufliche Schulwesen eine solide Basis bilden, Add-ons und besondere Leistungen aber nur durch die Schulgelder möglich sind. Seit über 15 Jahren gelingt es dem Rudolf-Diesel-Technikum, mit Hilfe der Zuschüsse die Schulgebühren konstant zu halten, wodurch sie inflationsbedingt eigentlich ständig sinken.

Aufgrund der von den Technikern vorbereiteten Fragen erläuterte Herr Hintersberger die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftswachstum und verschiedenen staatlichen Maßnahmen. So bilden z.B. eine guten Internet-Anbindung, eine gute Verkehrsinfrastruktur und ausreichend Wohnraum in den Ballungsräumen mit vielen Arbeitsplätzen die Grundlage für die hohe Leistungsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft.

Während z.B. aktuell ein Logistik-Zentrum in Augsburg entstehe und die Digitalisierungsoffensive die Internetversorgung von Gewerbegebieten bis hin zur schulischen Bildung verbessere, sollte nicht nur der Staat für neuen Wohnraum sorgen, sondern die Unternehmen auch wieder die Modelle der früher üblichen Werks- und Betriebswohnungen aufleben lassen.

Er halte es für sehr wichtig, sowohl von der Regierungsseite als auch von der Schule her einen engen Kontakt zu den Firmen und Behörden zu pflegen, um so die Bedarfe der Firmen zu erkennen und frühzeitig darauf zu reagieren und bedarfsgerecht ausbilden zu können.

Auf die Frage von Herrn Hintersberger, ob die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Sinne der Schaffung von Kinderbetreuungs- und Pflegeeinrichtungen für die anwesenden jungen Menschen tatsächlich ein wichtiges Thema sei, erhielt er breite Zustimmung. Auch dies sei, so Hintersberger, ein Faktor zur Wirtschaftsförderung, der es den angehenden Fachkräften, auch den Frauen, ermöglichen werde, ihre erworbenen


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