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AZ-Bericht Februar 2010

Modellbau beim Tag
der offenen Tür
RC-Freizeit Zeitungsbericht

Vorwort / Grußworte
Vorwort

Das Schulsystem ist im Umbruch begriffen. Die Anforderung an Erziehung und Ausbildung haben sich gewandelt. Die Schule definiert sich neu. So wird sie zunehmend zum Lebensraum mit der entsprechenden Bedeutung bis weit in den Nachmittag hinein. Dies bedingt außer der Verpflegung auch eine Änderung der Verteilung von Lern-, Spiel- und Erholungsphasen. Sie wird die soziale Integration verstärkt fördern.

Wesentlich erscheint mir der grundsätzliche Wandel von einer früher rein selektierenden Schule zu einer den Einzelnen fördernden Einrichtung. Unterricht in kleineren Gruppen könnte so z.B. helfen, im Lernprozess eventuell entstandene Lücken schnell wieder zu füllen und so auch das Gefühl des Überfordertseins und von Ängsten vor einem Scheitern zu vermeiden. Die Schule muss eine helfende Schule sein. Die Schüler sollen dabei, ihre Begabungen und Neigungen erkennen können, entsprechend entwickeln dürfen und so Freude an Leistung gewinnen.

Auf dem Hintergrund der in Augsburg bestehenden Schullandschaft geht es bei den Neugründungen um eine verstärkte Förderung und individuelle Betreuung. Kleine Klassen und persönliche Zuwendung bestimmen unsere Zielsetzungen. Die bereits bestehenden Schulen eröffnen von Beginn an die Möglichkeiten naturwissenschaftlich-technologische Inhalte nicht nur theoretisch zu vermitteln sondern unmittelbar erlebbar zu machen.

Selbstverständlich halten sich beide Schulen verbindlich an die Lehrpläne und Leistungsniveaus. Der Status einer privaten Schule ermöglicht darüber hinaus aber eben auch mehr an Förderung. Jeder Neubeginn im Umfeld etablierter Schulen mit langer Tradition ist ein Wagnis, aber auch eine Chance und eine Herausforderung zugleich. Wir wollen gemeinsam mit den Eltern und Lehrern neue Wege gehen. Sie können sicher sein, dass Ihre Tochter/Ihr Sohn ggf. die bestmögliche Schulbildung erhält. Mit den besten Wünschen verbleibe ich als Ihr


Dr. Wolfgang Klob OStD i. P., Schulleiter


Liebe Eltern,

Sie werden beim Studium dieser Broschüre sehr viel über die Ziele, die wir erreichen wollen, erfahren. Wir werden dabei jedoch nicht vergessen, dass die individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers im Vordergrund steht. Unser Bestreben besteht darin, beides in Einklang zu bringen.



Grußworte

Grußwort des Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl

Mit dem Leonardo-da-Vinci-Gymnasium und der Rudolf-Diesel-Realschule haben zum Schuljahresbeginn 2008 / 2009 zwei neugegründete Schulen ihren Betrieb aufgenommen.

Ich bedanke mich bei dem Träger, der Herrmann-Schmid-Akademie, für seine Bereitschaft, sich im Bereich der weiterführenden Schulen zu engagieren.

In besonderer Weise möchte ich das moderne pädagogische Konzept hervorheben, das von Anfang an umgesetzt wird und neben dem regulären Unterrichtsgeschehen eine Betreuung am Ort Schule inklusive einer warmen Mittagsverpflegung vorsieht. Ich bin überzeugt, dass hier die Weichen für das Wachsen einer echten Schulgemeinschaft gestellt sind.

Dem Kollegium sowie dem Leitungsteam wünsche ich einen guten Start, den Schulerinnen und Schülern in Anlehnung an die Namenspatrone ihrer Schule viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.


Dr. Kurt Gribl
Oberbürgermeister der Stadt Augsburg



Grußwort des Landrats Dr. Vogele

Liebe Eltern,

dem lebenslangen Lernen kommt in der heutigen Berufswelt eine immer größer werdende Bedeutung zu. Die Auseinandersetzung mit dem Neuen, dem Unbekannten wird viele Bereiche unseres Berufs- und Alltagslebens bestimmen. Aber es ist doch gerade diese Herausforderung, die unseren jeweiligen Aufgabenbereich interessant und abwechslungsreich gestaltet. In jeder Veränderung liegen auch Chancen, die es zu ergreifen gilt.

Wir wünschen der Hermann-Schmid-Akademie, dass sie diesen Weg erfolgreich weitergeht und dabei zukünftig auch die Realschüler und Gymnasiasten mit einbezieht. Eine Ausbildung, die sich schon in der Schule stärker an der Praxis orientiert, füllt gerade in einer Zeit des zunehmenden Fachkräftemangels eine Lücke. Dabei darf sicherlich nicht vergessen werden, was den Menschen ausmacht - seine Persönlichkeit, sein Charakter und seine Kultur. Diese zu bewahren und wertzuschätzen ist auch das Ziel der neuen privaten Schulen. Wir wünschen der H-S-A sowie den Eltern und Schülern deshalb für die Zukunft alles Gute.



Dr. Karl Vogele
Landrat


Grußwort Informationszentrale der Bayrischen Wirtschaft e.V.

Der Trend in der Wirtschaft hierzulande geht weg von einfachen Arbeiten hin zu intelligenten, anspruchsvollen Tätigkeiten. Die schwäbische Wirtschaft ist daher angewiesen auf hervorragend ausgebildete junge Menschen. Schon heute suchen die heimischen Betriebe händeringend nach Fachkräften und Akademikern. Die Firmen können derzeit längst nicht alle offenen Stellen besetzen - einfach weil die nötigen Fachkräfte dafür fehlen. Angesichts der demografischen Entwicklung wird der Mangel an gut ausgebildeten Arbeitnehmern hierzulande noch weiter zunehmen. Deswegen freue ich mich außerordentlich, dass nun in Augsburg mit dem Leonardo-da-Vinci-Gymnasium und der Rudolf-Diesel-Realschule gleich zwei neue Schulen an den Start gehen. Und besonders freue ich mich, dass beide Schulen den Schwerpunkt auf den naturwissenschaftlich-technischen Bereich legen. Denn das sind genau die Gebiete, in denen der Bedarf der Wirtschaft am größten ist und noch weiter wachsen wird. Ich wünsche den Verantwortlichen der beiden Schulen, dass es ihnen gelingt, möglichst viele junge Mädchen und Buben für die faszinierende Welt der Naturwissenschaften und der Technik zu begeistern.

Mit freundlichen Grüßen


Vorsitzender der bayerischen Metallarbeitgeber-
verbände BayME und VBM der Region Augsburg


Grußwort Dr. Christian Ruck MdB

Sehr geehrtes Lehrkollegium!

Wie Carl Peter Forster, Europa-Chef des Automobilbauers General Motors, bei seinem Besuch bei mir in Augsburg sagte: "Ingenieure braucht das Land". Deutschlands Rohstoffe sind nicht Kohle und Erz, sondern Bildung. Nur mit dem Know-how gut ausgebildeter Ingenieure kann es den knappen Vorsprung in der Technologie halten, den Deutschland von Billiglohnländern östlich des Urals unterscheidet.
Mittels technischem Fortschritt und der wissenschaftlichen Grundlagen ist auf Dauer unser Wohlstand zu halten. Dafür brauchen wir gut ausgebildete, sozial fähige und hoch motivierte Mitarbeiter.
Die Neugründung der Rudolf-Diesel-Realschule und des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums setzt ein Zeichen: für eine anwendungsorientierte Schuldbildung und nachhaltige Leistungsbereitschaft.
Dies belegen die seit 20 Jahren geleistete hervorragende Arbeit des Lehrerkollegiums wie auch die bisher überdurchschnittlich guten Ab-schlüsse der Fachhochschulreife-Prüfungen. Hier weiterhin in Bayern in Spitzenbereichen zu liegen, darin möchte ich Sie ermutigen und wünsche Ihnen eine ebenso erfolgreiche Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Christian Ruck MdB
Bundestagsabgeordneter für Augsburg, Königsbrunn


Johannes Hintersberger M.A., MdL

Mit der Gründung des „Leonardo-da-Vini-Gymnasium Augsburg“ und der „Rudolf-Diesel-Realschule Augsburg“ beschreitet die Hermann-Schmid-Akademie neue Wege in der Augsburger Schullandschaft. Unsere Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bringen vielfältige Talente mit, die spezifisch gefördert werden müssen. Dazu will die Hermann-Schmid-Akademie mit den beiden neuen Schulen einen Beitrag leisten, insbesondere für Schüler, die sich für Naturwissenschaften interessieren. Gerade auf diesen Themengebieten erfolgt der Erkenntnisgewinn in immer kürzeren Zeitabständen - deutschland-, europa- und weltweit. Daher ist es so wichtig, dass jungen Menschen neben einer allgemeinbildenden Wissensvermittlung aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich vom Beginn ihrer weiterführenden Schullaufbahn an auch Wissen der Naturwissenschaften lebendig und durch eine spezielle Förderung vermittelt wird. Gerade qualifizierte, innovative Ingenieure und Techniker sind es, die für unsere klein- und mittelständischen Betriebe genauso wie für Großkunden die Grundlage der technischen und somit auch wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit darstellen.

Ich freue mich daher sehr über das didaktisch überzeugende Konzept der beiden neuen Schulen, nämlich Theorie und Praxis eng miteinander zu verbinden, damit Lernen auch wirklich Spaß macht. Die bisherigen Erfahrungen der Hermann-Schmid-Akademie in ihren Bildungseinrichtungen sind daher die beste Grundlage für die Zukunft ihrer neuen Schulen, die auch eine Perspektive für ein weiterführendes Studium eröffnen. Der Bildungs- und Wirtschaftsstandort wird durch diese Schulgrundlage weiter qualifiziert.

Ich wünsche Ihnen, den Schülerinnen und Schülern, sowie den Lehrkräften viel Freude, Ausdauer und viel Erfolg.


Johannes Hintersberger M.A., MdL
Bundestagsabgeordneter für Augsburg, Königsbrunn


Grußwort Sieghart Schramm Bildungs- und Schulreferat

Es ist eng geworden in Augsburgs öffentlichen Gymnasien und Real-schulen. Mangels ausreichender Platzangebote im Umland belegen z.B. rund 2.800 Gastschüler (das sind 39%!) die 7 öffentlichen Gymnasien in der Stadt Augsburg. Und die Zahl der Anmeldungen steigt weiter. Auch im Bereich der öffentlichen Realschulen ist die freie Schulwahl in unserer Region eingeschränkt.
Wenn das Schulangebot nicht verbreitert wird, droht unsere Region, wenn man die bayernweiten Bildungsdaten betrachtet, abgehängt zu werden. Der Freistaat Bayern hat den Verfassungsauftrag, überall in Bayern für gleichwertige Bildungschancen zu sorgen. Das hat nun das Kultusministerium veranlasst, die Gründung von zwei neuen öffentli-chen Gymnasien in den Augsburger Nachbarlandkreisen in den nächsten Jahren in Aussicht zu stellen.

Die Hermann-Schmid-Akademie in Augsburg, die seit 20 Jahren vor allem berufliche Schulen in privater Trägerschaft betreibt, hat den Engpass im Bereich der Gymnasien und Realschulen erkannt und mit der Gründung des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums und der Rudolf-Diesel Realschule reagiert. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Schritt, denn „private Schulen dienen der Aufgabe, das öffentliche Schulwesen zu vervollständigen und zu bereichern.“ (Erziehungs- und Unterrichtsgesetz)

Die Gründung der beiden neuen Schulen wird die Schullandschaft in Augsburg bereichern, jedoch kaum zur schnellen Entspannung des bestehenden Angebotsproblems führen. Denn der Besuch von Privatschulen ist an monatliche Schulgebühren gekoppelt, die von vielen Eltern nicht aufgebracht werden können. Wer sich das neue private Schulangebot leisten kann, bekommt dafür jedoch besondere Schul- und Unterrichtsbedingungen, die an öffentlichen Schulen meist (noch) nicht bestehen: z.B. Klassen mit maximal 25 SchülerInnen, rhythmisiertes Ganztagsschulkonzept mit zusätzlichen Intensivierungs- und Profilierungsstunden. Damit bietet der private Schulträger Lernbedingungen an, die an öffentlichen Schulen nur langsam zum Zug kommen. Ich würde mir wünschen, dass durch diesen privaten Impuls „von außen“ der staatliche Reformprozess beschleunigt wird.

Den engagierten künftigen Lehrkräften, Eltern und Schülern der neuen privaten Schulen wünsche ich einen guten Start und eine erfolgreiche Entwicklung.


Sieghart Schramm
Bildungs- und Schulreferent